Frankreich – Remiremont 24. – 25.4.2010
Wo ist das denn? dachte ich mir als ich im französischen Rennkalender den Namen Remiremont das erste Mal las. Es stellte sich heraus, dass Remiremont in den Vogesen in der Nähe von La Bresse liegt, was ja als eine Station aus dem Worldcupkalender bekannt ist.
Schön an den Rennen in Frankreich ist, dass die Saison schon im April startet und damit bereits etwa einen Monat vor dem deutschen IXS-Cup. Optimal also um die Rennsaison einzuläuten und zu sehen wo man in etwa „steht“.
Damit sich die Fahrerei (immerhin knapp 600km) auch lohnt, bin ich mit meinem Teamkollegen Giac-Hack schon am Mittwoch in Richtung Süden aufgebrochen um dem Aprilwetter bei uns in Westfalen zu entfliehen.
Wir haben also Deutschland hinter uns gelassen und sind nach Bozen (Südtirol) gefahren um bei bestem Wetter und noch besserer Laune die neuen Bikes für zwei Tage zu testen und unter anspruchsvollen Bedingungen passend einzustellen. Bis Freitag Abend hatten wir jeweils ein gutes Setup gefunden und waren gespannt was uns in Frankreich erwarten würde. Am Freitag Abend sind wir dann nach Remiremont gefahren um Samstag morgen bei wiederum bestem Wetter und top motiviert die Strecke in Angriff zu nehmen.
Auf dem Parkplatz im Zielbereich waren wir aber zuerst beeindruckt von dem Engagement und der Begeisterung der Franzosen für den Downhillsport. Etliche Vereine mit noch viel mehr Kindern waren angereist um auf einer eigenen! Strecke ein Nachwuchsrennen zu fahren. Die Nachwuchsarbeit scheint hier wesentlich besser organisiert zu sein. Das fehlt uns in Deutschland.
Das Training lief für Giaco und mich richtig gut, die Strecke macht eine Menge Spaß, war anspruchsvoll, abwechlungsreich und vor allem staubig. Schnelle Anlieger wechselten sich mit kniffligen Steilstücken und Stepdowns ab. Man sah vielen französischen Piloten an, dass sie hier durchaus einen Heimvorteil hatten denn einige haben bereits zu Beginn des Trainings ordentlich am Hahn gedreht. Wir erarbeiteten uns die Strecke Stück für Stück und hatten am Samstag Abend ein gutes Gefühl für den Renntag.
Sonntag morgen klingelte uns der Wecker schon um sechs Uhr aus dem Schlaf, wir wollten uns noch einige Stellen im unteren Teil der Strecke anschauen und für den Sonntag war nur eine Stunde Training eingeplant.
Ab neun Uhr begannen dann die Qualifikationsläufe und für Giaco und mich lief es dabei eigentlich ganz gut. Ich fuhr einen sicheren Lauf ins Ziel, war mit dem 21. Platz ganz zufrieden, wollte aber für den Rennlauf noch ein Paar Briketts drauflegen. Klar war aber das ich bei diesem ersten Rennen der Saison weder mich noch das Material zerstören, sondern ganz solide ins Ziel kommen wollte.
Im Finale lief es dann rund; Der rutschige, weil extrem staubige Boden, machte die Strecke nochmals anspruchsvoller, ich konnte mich aber nochmals um rund 5 Sekunden verbessern. Im Ziel konnte ich mich über den 13. Gesamtrang freuen. Bei einem Starterfeld von fast 300 und rund 10 Fahrern aus dem Worldcup auf jeden Fall ein gelungener Saisonauftakt.
Cheers, Steven
Photo: Jérôme Humbrecht (Vosges Matin)
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